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Man merkt, dass das Lernen mit dem Programm auch den Schüler:innen Freude bereitet hat

Wir durften FRONTREAD im Zeitraum von Herbst 2020 bis ins Frühjahr 2021 hinein erproben. Damit fiel die Durchführung für meine 6. Klasse nach einer Einführung in das Programm in der Schule überwiegend in die Phase des Lockdowns. Da das Trainingsprogramm absolut intuitiv und klar strukturiert verläuft, war es aber für mein Schüler:innen auch alleine gut möglich, mit dem Programm zu arbeiten.

FRONTREAD verknüpft geschickt die Diagnostik der Lesekompetenz mit einer individualisierten Förderung. Das Programm zeichnet sich aus meiner Erfahrung positiv aus, da es eine flexibel einsetzbare und individualisierte Förderung anbietet und der Lehrkraft gleichzeitig einen kontinuierlichen Einblick in das Training und die Erfolge bietet. Ich kann jederzeit Auskunft über den individuellen Trainingsstand geben und anhand der Auswertung in eine individuelle Beratung mit meinen Schüler:innen einsteigen, um das Training an die individuellen Bedürfnisse und Lernvoraussetzungen anzupassen.

Die Darstellung ist insgesamt sehr übersichtlich. Als besonders hilfreich habe ich die Hinweise und Anregungen des Programms empfunden, um das Training an den Trainingsstand anzupassen.

Es hat sich als positiv herausgestellt die Arbeit mit dem Programm möglichst in den Schulalltag zu integrieren, d.h. eine von zwei bis drei Trainingseinheiten pro Woche sollte in der Schulzeit verankert sein, ansonsten kann es problemlos in die individuelle häusliche Bearbeitung verlagert werden.

Das Training mit FRONTREAD war auf diese Weise für uns auch unabhängig vom jeweiligen Szenario durchführbar und gab mir als Lehrerin die Gelegenheit, auch aus der Distanz am individuellen Lernfortschritt meiner Schüler:innen beteiligt zu sein.

Einen weiteren Vorteil sehe ich darin, dass die Textpakete auch individuell zugewiesen werden können. So war es mir auch möglich, für eine Schülerin mit DaZ ein anderes Textpaket auszuwählen.

An Äußerungen wie diesen: „Mir haben besonders die Übungen zum Fixieren und zur Spannweite Freude gemacht. Da hat man gar nicht gemerkt, dass man etwas für die Schule tut.“, „Mit FRONTREAD ist die Trainingszeit ganz schnell vergangen“ oder „Die Texte fand ich total interessant!“ merkt man, dass das Lernen mit dem Programm auch den Schüler:innen Freude bereitet hat.

Besonders überzeugend und in dieser Art zuvor noch nicht erlebt, ist der persönliche Support und die Begleitung der Lehrkräfte. Das Team von FRONTREAD war jederzeit ansprechbar, um auf technische oder inhaltliche Fragen zu antworten.

Warum langsames Lesen nicht dasselbe wie gründliches Lesen ist

Während meines Magisterstudiums tat ich genau das, was alle anderen auch taten. Ich setzte mich mit meinem Stoff hin und las die Texte langsam von A bis Z durch. Alles hielt ich für gleich wichtig. Das war allerdings keine zweckmäßige Lesestrategie. Regelmäßig verlor ich den Überblick und erkannte daher oft nicht die wesentlichen Botschaften in den Texten. Ich ertappte mich sogar dabei, dass ich mehrere Seiten „gelesen“ hatte, ohne den Inhalt erinnern zu können. Die Augen waren über die Zeilen der Seiten gehuscht, aber der Sinn war mir nicht bewusst geworden.

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Welche Erwartungen haben wir als Leser an den noch ungelesenen Text?

Jedes Mal, wenn wir uns an einen Text setzen, haben wir automatisch gewisse Erwartungen an ihn; schon bevor wir beginnen, ihn zu lesen. Wir sehen Texte immer durch „Brillen“. Diese sind durch unsere Erfahrungen und unser Wissen bestimmt. Diese „Brillen“ machen es uns möglich, den Sinn des Textes zu erfassen. Doch manchmal stehen uns unsere Erwartungen beim Lesen auch im Wege. Schließlich sind wir frustriert oder haben das Gefühl, dass wir den Kern des Textes vor uns nicht erfasst haben – obwohl wir ihn wohlmöglich sogar gründlich durchgearbeitet haben.

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