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Lesetipp – Probieren Sie den Lesetest aus und finden Sie Ihre Lesegeschwindigkeit

Wenn Sie ein Leseprogramm mit Ihren Schüler:innen beginnen, ist es sehr hilfreich, deren aktuelle Lesegeschwindigkeit zu kennen. Vielleicht kennen Sie die individuelle Lesegeschwindigkeit in der Klasse bereits, oder Sie benötigen ein Instrument, um die Lesegeschwindigkeit zu erfassen. Unser Lesetest gibt Ihnen einen Überblick wo Ihre Schüler:innen in Bezug auf das erwartete altersgemäße Leseniveau stehen. 

Auf diese Weise ist der Lesetest auch ein sehr gutes Beurteilungsinstrument, das mehrmals im Laufe eines Schuljahres eingesetzt werden kann. Anhand der Testergebnisse können Sie nachvollziehen, ob Ihre Schüler:innen planmäßig vorankommen. 

Und nicht zuletzt können Sie den Lesetest als Ausgangspunkt für ein FrontRead-Training mit Ihrer Klasse nutzen. Das Ergebnis des Lesetests gibt Ihnen die beste Möglichkeit, jedem/ jeder Schüler:in das richtige Textpaket passend zum Leseniveau zuzuordnen. Auf diese Weise wird das Lesetraining dem Ziel gerecht, die Lernenden in ihren unmittelbaren Entwicklungsbereichen herauszufordern, und bietet somit die besten Voraussetzungen für die individuelle Entwicklung.  

Den Lesetest finden Sie hier.  

Viel Vergnügen beim Lesen. 

Lesetipp – Trainieren Sie Ihr Arbeitsgedächtnis mit FrontRead

Der Fokus dieses Lesetipps liegt auf Legasthenie und Leseschwierigkeiten sowie dem Bedarf an Hilfsmitteln zum Training des Arbeitsgedächtnisses.  

Das Arbeitsgedächtnis bzw. Kurzzeitgedächtnis ist eine wichtige kognitive Funktion, die wir benötigen, um verschiedene geistige Aufgaben wie z. B. das Lesen auszuführen. 

Studien zeigen, dass Schüler:innen mit Leseschwierigkeiten oder Legasthenie häufig auch einer Beeinträchtigung des Arbeitsgedächtnisses neigen. Ebenso zeigen mehrere Studien, dass Schüler:innen mit beeinträchtigtem Arbeitsgedächtnis ein besonders hohes Risiko haben, in der Schule schlechtere Leistungen zu erzielen. Insgesamt ist das Arbeitsgedächtnis eine Voraussetzung für fast jede Art des Lernens und daher eine äußerst wichtige Funktion, die es bei Lernenden zu trainieren gilt. 

Hier sind einige Ideen, wie man das Arbeitsgedächtnis der Schüler:innen trainieren kann: 

  • Merkverse, bei denen Sie als Lehrkraft zunächst ein Wort sagen, das der/die Schüler:in wiederholen soll. Dann sagen Sie das erste Wort noch einmal und fügen ein neues Wort hinzu, das wiederholt werden soll, und so weiter. Danach können Sie versuchen, den Reim rückwärts durchzugehen, indem dieser wieder Wort für Wort aufgebaut wird.  
  • Gedächtnisspiele sind auch eine Möglichkeit, das Arbeitsgedächtnis zu stärken. Hier kann sich der/ die Schüler:in zum Beispiel verschiedene Gegenstände ansehen, die Sie für eine bestimmte Zeit ausgelegt haben. Anschließend werden die Gegenstände unter einem Tuch versteckt und es ist Aufgabe der Schüler:innen, sich so viele Dinge wie möglich zu merken. 
  • Einkaufen ohne Einkaufsliste ist auch eine gute Übung für das Arbeitsgedächtnis. Sie können dies intern in der Schule üben, indem Sie die Lernenden z. B. bitten, ins Büro zu gehen und 5 Blatt Papier, 2 Lineale und 1 Schere zu holen. Sie können den Umfang und die Komplexität dessen, was die Schüler:innen sich merken müssen, je nach Niveau des Lernenden variieren. Das Prinzip der Methode besteht darin, dass sich die Schüler:innen selbständig an die Dinge und deren Anzahl erinnern muss, ohne dass er eine Liste dabeihat. 
  • Im FrontRead-Programm wird das Arbeitsgedächtnis auf sehr konzentrierte Weise trainiert. Die Übungen Staerken das Arbeitsgedächtnis, indem die Trainierenden Strategien zur Steigerung der Konzentration und des Fokus beim Lesen durchlaufen. Die Übungen des F3-Moduls in FrontRead trainiert gezielt das Arbeitsgedächtnis. Dies geschieht dadurch, dass diese Übungen die Lernenden in der Menge der Informationen, die er auf einmal verarbeiten kann, herausfordern. Die Aufgaben basieren auf einem Mustererkennungstraining 

Auf Wunsch können Sie das Training im FrontRead-Programm mit einem intensiven Fokus auf das Arbeitsgedächtnis zu gestalten. Dies ist möglich, indem Sie das Programm auf „Freigestalteter Kurs“ einstellen. Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie ein solches Programm organisiert werden kann, kontaktieren Sie uns bitte unter +49 40 80 90 95 9 – 65 oder über support@frontread.com. Sie können auch im Lehrerhandbuch mehr darüber lesen. 

Viel Vergnügen beim Lesen. 

Lesetipp – Motivation beim FrontRead-Training anregen

Wenn wir das Lesen besser und schneller üben wollen, ist es wichtig, dass Motivation vorhanden ist. Wir verstehen Motivation als die treibende Kraft, die Menschen dazu bringt, zu handeln und ihre Energie auf ein bestimmtes Ziel zu richten. 

Um sich motiviert zu fühlen, muss eine entscheidende Voraussetzung gegeben sein: Es muss sinnvoll sein! Die Frage ist also, wie macht man also das Lesen für die Schüler:innen sinnvoll? 

Unser Rat, um die Lesemotivation der Schüler:innen zu stärken, besteht darin ihnen den Zweck und Mehrwert des Lesens bewusst zu machen. Dieser Ratschlag steht in Zusammenhang mit der Definition von Motivation – man muss das Ziel verstehen, um den Antrieb zu finden darauf hinzuarbeiten. Konkret schlagen wir vor, dass die Lehrenden Diskussionen in der Klasse organisieren, bei denen die Schüler:innen selbst ins Spiel kommen. 

Fragen für die Klassendiskussion könnten sein: 

  • Wozu dient uns das Lesen?  
  • Was macht Spaß am Lesen? 
  • Warum ist es wichtig, die Lesegeschwindigkeit und das Leseverständnis zu trainieren? 
  • In welchen Situationen ist es wichtig, gut lesen zu können? 

Ein weiterer wichtiger Punkt, wenn es um Motivation und Zielsetzung geht, ist, dass die gesetzten Ziele individuell sein müssen und auf dem Niveau und den Bedürfnissen jedes/jeder einzelnen Schülers:in basieren. Mit dem FrontRead-Leseprogramm können Sie das Programm an das jeweilige Niveau anpassen. 

Wir hoffen, dass unsere Lesetipps Ihnen helfen die Lesemotivation ihrer Klasse anzukurbeln. In unserem Lehrerhandbuch können Sie mehr über Motivation lesen. 

Viel Vergnügen beim Lesen. 

Lesetipp – Vorverständnis im Leseprozess aktivieren

Um die besten Voraussetzungen für ein gutes und lohnendes Leseerlebnis zu schaffen, ist es wichtig das Vorverständnis zu aktivieren. Bei FrontRead ist die Aktivierung des Vorverständnisses eines der Grundprinzipien unseres Lesetrainings. Es gibt mehrere Möglichkeiten, das Vorwissen der Lernenden zu anzukurbeln. Zum Beispiel durchs neugierige Nachforschen: 

  • Bucheinband 
  • Titel 
  • Inhaltsverzeichnis 
  • Überschriften 
  • Illustrationen, Bildunterschriften, Diagramme 
  • Zusammenfassungen, Arbeitsfragen im Zusammenhang mit dem Text 
  • Wörter und Konzepte, die den Schüler:innen nicht vertraut oder abstrakt sind  

Eine weitere sehr wirksame Lesestrategie, die das Vorverständnis der Schüler:innen besonders bei Fachliteratur oder akademischen Texten fördern kann, besteht darin, den Text zunächst zu überfliegen. Beim Überfliegen des Textes verschafft man sich zunächst einen Überblick über den Text. Auf diese Weise werden die Lernenden noch besser auf das vorbereitet, was ihnen beim zweiten, genaueren Lesen begegnen wird. Wenn das Vorverständnis aktiviert wird, haben die Schüler:innen eine ganz andere und fundiertere Ausgangsbasis für den Text und erfahren so ein besseres Leseverständnis. 

Mehr übers Vorverständnis können Sie hier lesen. 

Viel Vergnügen beim Lesen. 

Die holistische Theorie von Kenneth S. Goodman

Wussten Sie, dass das Lesetraining in FrontRead auf der holistischen Lesetheorie aufbaut?

Sie geht von Kenneth S. Goodmans holistischer Theorie des Lesens aus. Und Lesen auf diese Weise zu betrachten bedeutet, dass das Verständnis der Ganzheit geht vor dem Verständnis der Teile. Damit gesagt; die Einzelteile im Text gibt, mit dieser Theorie, nur Meinung, falls man der Ganzheit versteht.  

In der Praxis geschieht nach Goodman folgendes, unser Bewusstsein stellt Annahmen zu einem Text auf, während wir diesen das erste Mal lesen. Die Annahmen bringen gewisse Erwartungen an den Text mit sich. Deshalb sucht unser Bewusstsein nach wichtigen Worten – „Meinungschlüsseln“ im Text – die diese Erwartungen bestätigen oder widerlegen.

Unsere Wahl von Meinungschlüsseln hängt von unseren Vorkenntnissen über das Thema des Textes ab. Die Vorkenntnisse vor dem ersten Kontakt mit dem Text kommen z.B. durch das Inhaltsverzeichnis, Grafik, Konklusion und Summierung. In diesem Prozess wird unseren Erwartungen tätig. Somit haben wir dann verschiedene Erwartungen an den Text. Während des Lesens prüft unser Bewusstsein, ob die Meinungschlüsseln zu unseren Erwartungen passt. Bei diesem Prozess wird unsere Erwartungen, aufgrund von erlangtem Wissen, beim Lesen kontinuierlich angepasst. 

Mehr über die holistische Theorie und FrontRead können Sie hier nachlesen.

* Kenneth S. Goodmann (Professor Emeritus, Language Reading and Culture, at the University of Arizona). 

Warum langsames Lesen nicht dasselbe wie gründliches Lesen ist

Während meines Magisterstudiums tat ich genau das, was alle anderen auch taten. Ich setzte mich mit meinem Stoff hin und las die Texte langsam von A bis Z durch. Alles hielt ich für gleich wichtig. Das war allerdings keine zweckmäßige Lesestrategie. Regelmäßig verlor ich den Überblick und erkannte daher oft nicht die wesentlichen Botschaften in den Texten. Ich ertappte mich sogar dabei, dass ich mehrere Seiten „gelesen“ hatte, ohne den Inhalt erinnern zu können. Die Augen waren über die Zeilen der Seiten gehuscht, aber der Sinn war mir nicht bewusst geworden.

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Welche Erwartungen haben wir als Leser an den noch ungelesenen Text?

Jedes Mal, wenn wir uns an einen Text setzen, haben wir automatisch gewisse Erwartungen an ihn; schon bevor wir beginnen, ihn zu lesen. Wir sehen Texte immer durch „Brillen“. Diese sind durch unsere Erfahrungen und unser Wissen bestimmt. Diese „Brillen“ machen es uns möglich, den Sinn des Textes zu erfassen. Doch manchmal stehen uns unsere Erwartungen beim Lesen auch im Wege. Schließlich sind wir frustriert oder haben das Gefühl, dass wir den Kern des Textes vor uns nicht erfasst haben – obwohl wir ihn wohlmöglich sogar gründlich durchgearbeitet haben.

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