FrontRead und Legasthenie

Eine der Fragen, die FrontRead häufig gestellt wird, ist, wie das Programm auf Schüler:innen mit Leseherausforderungen wie Legasthenie eingeht. Und während Optionen entwickelt und erforscht werden, um den schwächeren Lesenden im Klassenzimmer zusätzliche Aufmerksamkeit zu schenken, ist die erste Priorität von FrontRead, als inklusives Lesetrainingswerkzeug für alle Schüler:innen zu fungieren und jeden einzelnen auf seiner / ihrer Augenhöhe zu treffen.

Unser adaptives Programm und die Anpassungsmöglichkeiten so aufgebaut, dass man den Trainingsverlauf auf spezielle Bedürfnisse anpassen kann. In Sorø, einer dänischen Gemeinde, hat man FrontRead eingesetzt – auch für Schüler:innen, die als leseschwach gelten.

„Die Hauptschwierigkeiten von Legastheniker:innen beziehen sich auf das Dekodieren und ist kein unmittelbares Hindernis für das Erreichen guter Lesefähigkeiten – einschließlich guter Lesestrategien“, sagt Carsten Milan Nielsen, koordinierender Lesebeauftragter in der Kommune Sorø. Er selbst hat gute Erfahrungen mit der Anwendung des Programms bei Schülern mit unterschiedlich stark ausgeprägter Legasthenie gemacht und ist der Meinung, dass der Einsatz von FrontRead für Schüler mit Leseschwierigkeiten kein Hindernis darstellt.

„Die Nutzung des Programms selbst fängt sie genauso schnell ein wie andere Schüler:innen. Wenn sie dann mit dem Programm arbeiten, brauchen sie oft einfach etwas länger, um fertig zu werden. Das ist normal und sollte auch normal sein. Sie bewegen sich schrittweise, je nachdem, in welchem Stadium sie sich befinden“.

Nach Ansicht von Carsten Milan Nielsen muss man den Schüler:innen die zusätzliche Zeit geben und sich dann das Gesamtbild ansehen.

„Ein Kind mit stark ausgeprägter Legasthenie kann mit 75 Wörtern pro Minute beginnen und dann in kurzer Zeit auf 125 Wörter pro Minute kommen. Das ist die gleiche Entwicklung, als wenn ein Schüler, der 300 Wörter liest, auf 400 Wörter kommt. So gesehen ist es also kein Hindernis, wenn man Leseschwierigkeiten hat. Ich arbeite auch mit Einrichtungen, in denen Kinder mit allgemeinen Lernschwierigkeiten leben – auch hier nutzen wir das Programm.“

Erhöhtes Bewusstsein

Carsten Milan Nielsen kannte FrontRead nicht, bis er von dritter Seite kontaktiert und mit dem Programm bekannt gemacht wurde. Anschließend testete er das Programm selbst und beschloss, dem Leiter des Fachzentrums der Gemeinde zu empfehlen, es für die gesamte Gemeinde Sorø anzuschaffen.

„Ich war von der Tatsache angetan, dass FrontRead ein Programm ist, das mehrere Lesestrategieübungen enthält. Es gibt viele Produkte, die auf einem ähnlichen Prinzip aufgebaut sind, nämlich auf Zeit Dinge zu lesen und abzurufen. Das ist eine sehr verbreitete Lesestrategie. Mit FrontRead trainiert man aber auch weitere Strategien, die die Aufmerksamkeit der Schüler schärfen und ihre Konzentration fördern. Und das habe ich anderswo noch nicht erlebt.“

„Es ist wirklich toll, von den Schulen in Sorø zu hören und vor allem von ihren Erfahrungen mit legasthenen Kindern. Unser Ziel ist es, ein möglichst gutes Lesetraining zu schaffen und wir arbeiten ständig daran, allen Schülern dabei zu helfen, stärkere Leser zu werden“, so Frontread. 

Es ist ein toller Erfolg, wie motiviert legasthene Schüler durch die Arbeit mit FrontRead werden. Hier finden Sie eine Reihe von Leseübungen, an denen sie gleichberechtigt mit ihren Mitschüler:innen teilnehmen können. Außerdem erhalten sie ein Programm, um sich weiterzuentwickeln. Viele leseschwache Schülerinnen und Schüler machen so die Erfahrung, dass sie es schaffen und sich verbessern können und dass sie genauso sind wie alle anderen – und das bedeutet ihnen viel.

Hier können Sie mehr über unsere Angebote für legasthene Schüler:innen lesen.